Vorwort

Ist es an der Zeit, nach über 100 Jahren automobiler Fortbewegung, in ein neues Mobilitätszeitalter aufzubrechen? Kommt die Verkehrswende, oder stecken wir schon mittendrin? Klimaziele 2020 in Deutschland?

Es ist Zeit für eine Debatte. Nicht zuletzt, weil der Verkehrssektor ein bedeutsamer Faktor für den Klimawandel ist und – da sind sich die Experten einig – bleiben wird. Ein Blick in den jüngsten Monitoring-Bericht der Bundesregierung zur Energiewende zeigt, dass der Endenergieverbrauch im Verkehr gegenüber dem Basisjahr 2005 um 4,2 Prozent gestiegen ist. Der Trend ist damit gegenläufig zur Zielsetzung. Es ist davon auszugehen, dass die Erreichung des 2020-Ziels (minus 10 Prozent) unter den bisherigen Rahmenbedingungen erst um das Jahr 2030 herum erwartet werden kann. Erhebliche weitere Anstrengungen sind erforderlich, um zumindest eine Trendumkehr einzuleiten.

Gerade ein Dreiklang von Verkehrswende, Mobilitätswende und Energiewende kann sinnbildlich für unser Bundesland stehen und zugleich Möglichkeiten zu lohnenswerten Diskursen zur zukünftigen, nachhaltigen Mobilität eröffnen. Schnell entsteht ein mehrdimensionaler Raum mit ökologischen, ökonomischen, sozialen und politischen Themen und interdisziplinären Fragestellungen.

Neue Wege in der Mobilität für Schleswig-Holstein

Deshalb haben wir uns auf den Weg aufgemacht, dieses System für Schleswig-Holstein zu beschreiben und verstärkt in den Fokus zu rücken. Wir wollen die Bandbreite dazu gehörender Themen aufzeigen, deren Akteure vernetzen und somit eine Art „Community“ schaffen. Ziel der Studie ist die Initiierung eines Dialoges zu den Perspektiven einer nachhaltigen Verkehrs-/Mobilitätswende in Schleswig-Holstein unter Einbeziehung aller relevanten Stakeholder. Wir wollen bewusst den Fokus auf unser Land, seine Besonderheiten und strukturellen Gegebenheiten richten. Denn Ideen zur Verkehrswende sind nur so gut, wie diese auch sinnvoll in die Praxis umgesetzt werden können. Und das
sieht in jeder Region anders aus.

Vor Ihnen liegt nun der vollständige Bericht zur Delphistudie, der erste zentrale Ergebnisse darlegt. Lassen Sie uns gemeinsam in den Diskurs gehen. Ich freue mich darauf.

Ihr
Stefan Sievers

Geschäftsführer EKSH Gesellschaft für Energie
und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH